Atmosphäre Observatorien

Atmosphärenmessnetz in Deutschland

Der Aufbau des Atmosphärenmessnetzes  begann 2012. Als erste Standorte wurden bisher der Fernsehturm ’Hohenpeißenberg’ in Oberbayern, der Messmast des Meteorologischen Observatoriums des Deutschen Wetterdienstes in Lindenberg (Brandenburg), der 340m hohe Sendemast auf dem Höhbeck bei Gartow (Niedersachsen), der Messmast am Karlsruher Institut für Technologie (Baden-Württemberg) für den Messbetrieb eingerichtet, sowie die Messausstattung des bereits seit 2003 auf dem Ochsenkopf im Fichtelgebirge betriebenen Turmes des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie den ICOS-Anforderungen entsprechend nachgerüstet.

Die Standorte Torfhaus und Steinkimmen sind komplett ausgestattet, Jülich wird gerade ausgestattet. Als zusätzlicher mariner Messpunkt wird bis dahin auch eine Station auf Helgoland eingerichtet sein.                 

Die hinterlegte Deutschlandkarte zeigt beispielhaft den Netto-Fluss an Kohlendioxid (CO2) am Mittag eines Sommertags. Die Landbiosphäre erscheint zu diesem Zeitpunkt als Senke (Grün und Blau) weil die Vegetation durch die Photosynthese der Blätter CO2 aufnimmt. Auch in Nord- und Ostsee wird CO2 durch das Wachstum der Algen gebunden. In Städten überwiegt der anthropogene Ausstoß von CO2 durch Verkehr, Kraftwerke und Industrie. Diese Gebiete erscheinen in Gelb, Orange oder Rot auf der Karte. Viel befahrene Autobahnen sind als dünne gelbe Linien zu erkennen. Grundlagen solcher Karten sind Modellrechnungen, die an den Langzeitmessungen von ICOS kalibriert und überprüft werden.

Aktueller Jahresgang der CO2 ,CO und CH4 Konzentration an den ICOS Messstationen Gartow (GAT), Hohenpeißenberg (HPB), Karlsruhe (KIT), Lindenberg (LIN) und Torfhaus (TOH). In der Abbildung kann man sehr gut die Änderung der CO2 Konzentration im Verlaufe des Jahres verfolgen. Liegen die Werte im Winter wegen des verstärkten Bedarfs an Energie hoch, sinkt die Konzentration im Sommer auf ein Minimum, da einerseits durch die Vegetation viel CO2 aufgenommen wird, andererseits der Energiebedarf geringer ist. (© DWD)