Zehn weitere Treibhausgas Messstationen haben den strengen ICOS Qualitätssicherungsprozess für eine standardisierte Datenerfassung erfolgreich durchlaufen

Die neu zertifizierten Stationen befinden sich in sechs der 13 ICOS Mitgliedsländer und umfassen drei Stationen in Deutschland, zwei in Belgien, zwei in Frankreich und jeweils eine Station in Dänemark, Italien und Norwegen.

 

Measurement tower in a forest at the study site Tharandt (© TU Dresden)

Messturm am Standort Helgoland (DWD) (© DWD)

Eddy-Kovarianzmessungen am Agrarstandort Gebesee ((C) Jean-Pierre Delorme, Thünen-Institut) (© )

Aus dem deutschen Netzwerk wurden die Atmosphärenstation Helgoland (Class 2) sowie der Ackerstandort Gebesee (Class 1) und der Waldstandort Tharandt (Class 1) mit dem Qualitätssiegel versehen. Während der Turm in Helgoland neu eingerichtet wurde, können die Standorte Gebesee und Tharandt bereits auf lange Messreihen zurückgreifen, die weit vor der Gründung von ICOS ihren Ursprung fanden. Mit dem Erhalt des ICOS-Labels ist eine standardisierte, qualitativ hochwertige Datenerfassung und Prozessierung sichergestellt.

Das wachsende ICOS Netzwerk liefert qualitativ hochwertige und frei verfügbare Daten

Das ICOS Netzwerk umfasst nahezu 150 Stationen in Europa, wobei die Anzahl der Stationen stetig wächst. Die Daten von ICOS tragen dazu bei, auf europäischer Ebene die Kohlenstoffemissionen- und senken genauer zu quantifizieren. Die Daten werden von Wissenschaftlern für ein besseres Verständnis des Systems Erde genutzt. Darüber hinaus werden die Daten von verschiedenen Ministerien und internationalen Organisationen genutzt, die wissenschaftlich fundierte Informationen zu Treibhausgasen benötigen, um Maßnahmen zur Abschwächung der Folgen des Klimawandels festlegen zu können.

Nach diesen neuesten Zertifizierungen haben nun 68 Stationen den Zertifizierungsprozess zur standardisierten Treibhausgasmessung erfolgreich abgeschlossen. Die Daten sind frei zugänglich und können auf der Homepage des ICOS Data Portal abgerufen werden.

Folgende ICOS Stationen sind am 17. November 2020 gelabelt worden

Class 2 Atmosphärenstation Helgoland (HEL), Deutschland; Verantwortlich: DWD, Hohenpeißenberg Meteorological Observatory; Station PI: Dagmar Kubistin.
Class 1 Ökosystemstation Brasschaat (BE-Bra) Belgien; Verantwortlich: University of Antwerp; Station PI: Ivan Janssens.
Class 2 Ökosystemstation Vielsalm (BE-Vie) Belgien; Verantwortlich: The Université catholique de Louvain (UCLouvain); Station PI: Caroline Vincke.
Class 1 Ökosystemstation Gebesee (DE-Geb) Deutschland; Verantwortlich: Thünen Institute of Climate-Smart Agriculture; Station PI: Christian Brümmer.
Class 1 Ökosystemstation Tharandt (DE-Tha) Deutschland; Verantwortlich: Technische Universität Dresden; Station PI: Christian Bernhofer.
Class 1 Ökosystemstation Voulundgaard (DK-Vng) Dänemark; Verantwortlich: University of Copenhagen; Station PI: Thomas Friborg. Class 1 Ökosystemstation Lamasquère (FR-Lam) Frankreich; Verantwortlich: The National Centre for Scientific Research; Station PI: Aurore Brut.
Assoziierte Ökosystemstation Méjusseaume (FR-Mej) Frankreich; Verantwortlich: French National Research Institute for Agriculture, Food, and Environment; Station PI: Chris Flechard.
Assoziierte Ökosystemstation Lison (IT-Lsn) Italien; Verantwortlich: University of Padova and University of Udine; Station PI: Andrea Pitacco.
Class 2 Ozeanstation NO-SOOP-Kronsprins Haakon (NO-KPH) Norwegen; Schiffseigner: Norwegian Polar Institute (NPI), Norway; Verantwortlich: Institute of Marine Research (IMR), Norway; Station PI: Agneta Fransson.

Herzliche Glückwünsche an die Teams und Institute der kürzlich gelabelten Stationen!